Auch wenn die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen nach Ansicht der Stadt wohl „in erwartbarem Umfang“ liegen, so zumindest zeigen das vergleichbare Daten, machen sich Stadt und Anwohner durchaus Sorgen um die vielen Fahrzeuge, die zu schnell den Holeburgweg entlangfahren. Und natürlich um die Sicherheit der dort lebenden Menschen. Zahlreiche Wohnhäuser und u.a. auch eine Kirchengemeinde gibt es in der Straße.
„Es gab teilweise beängstigende Ausschläge nach oben“, stellte Stadtdirektor Robert Kumlehn im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse aus einer Messung fest, die im Rahmen einer Ausschusssitzung erläutert wurde. Zuvor gab es seitens der Stadt Geschwindigkeitsmessungen an der Straße, die zu den dortigen Wohngebieten, aber auch zu den beiden Gipswerken führt. Die aktuellen Messungen mit einem sogenannten Seitenradarmessgerät zeigte innerhalb von nur zehn Tagen insgesamt 280 Fahrzeuge mit Tempo 70 bis 80 km/h in beiden Richtungen. „Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um LKW/Lastzüge, sondern um Pkw“, so die Stadt.
Dabei fuhr die überwiegende Anzahl aller Fahrzeuge über 60 km/h – erlaubt sind hier 50 km/h für Pkw und 30 km/h für Lastwagen. Rund 30 Prozent aller Fahrzeugbewegungen sollen Lastwagen zuzuordnen sein – Lieferverkehr der dortigen Gipswerke. Welche Folgen die Messung nun haben wird, ist noch unklar. Möglich erscheint allerdings, dass hier in absehbarer Zeit auch mal geblitzt werden könnte, um entsprechende Geschwindigkeitsverstöße auch ahnden zu können. Die im Rahmen der Messung aufgezeichneten Daten zumindest sind anonym und lassen für sich genommen keine weiteren Schlussfolgerungen auf bestimmte Fahrzeuge oder ihre Fahrer zu.